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Jahreskreis LesejahrB

16. Sonntag im Jahreskreis

2/21/2022 (Klaus Völker, Überall)

Ablaufplan

 

Wortgottesfeier 16. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B

am 18.07.2021, 10.15 h

(WGF-Leiter:  Hiltrud Bollenbach / Klaus Völker)

 

Thema: „Gott ist mein Herr und mein Hirte“

 

Eingangslied:

Nun jauchzt dem Herren alle Welt,  GL 144 / 1 und 2

Begrüßung:

Im Namen des Vaters,…+

Christus, der Herr, ist unser guter Hirt, der uns auch an diesem Sonntag wieder zusammengerufen hat und heute und alle Tage bei uns ist.

Wir begrüßen Sie wieder sehr herzlich zu unserer Wortgottesfeier. 

Einleitung:

Gott ist mein Helfer, der Herr beschützt mein Leben.
Freudig bringe ich dir mein Opfer dar
und lobe deinen Namen, Herr, denn du bist gütig.

Liebe Gemeinde hier im Stift Sankt Martin,

jede menschliche Gemeinschaft braucht Leitfiguren, braucht Menschen, die die Richtung bestimmen und die anderen führen. Das gilt für wirtschaftliche Unternehmen genauso wie für den Staat und für die Kirche.

Diese leitenden Persönlichkeiten sollen aber auch Vorbilder an Menschlichkeit und Ehrlichkeit, an Güte und Gerechtigkeit sein.

Nur dann werden sie angenommen und sind ein Segen für uns und ihre Mitmenschen.

 

Kyrie:

Herr Jesus Christus,

du bist ein Freund der Menschen und hast ihnen selbstlos gedient - Herr, erbarme dich    -  A: Herr, erbarme dich!

Du hattest Mitleid mit allen, die keine Lebensorientierung mehr haben - Christus, erbarme dich

Du führst die Menschen zur Ruhe und Besinnung - Herr, erbarme dich

Ja Herr, erbarme dich unser, verzeih uns unsere Sünden und führe uns einst in das ewige Leben! Amen.

 

Tagesgebet:

Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,

in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.    
Amen


Lesung:

Er ist unser Friede: Er vereinigte Juden und Heiden

Lesung


aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder!
Jetzt seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, in Christus Jesus,
nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden –
und riss die trennende Wand der Feindschaft in seinem Fleisch nieder.
Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf,
um die zwei in sich zu einem neuen Menschen zu machen.
Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib.
Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
Er kam und verkündete den Frieden: Euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Denn durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.

Wort des lebendigen Gottes: A: Dank sei Gott!

Zwischengesang:

Gl 37,1

Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. –

A: Der Herr ist mein Hirt,…

Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. 
Er lässt mich lagern auf grünen Auen 
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück. 
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. –

A: Der Herr ist mein Hirt,…


Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. –

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher. –

A.: Der Herr ist mein Hirt,…

Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn für lange Zeiten. –

A: Der Herr ist mein Hirt,…

 

Halleluja-Ruf:

Halleluja. Halleluja.
So spricht der Herr:
Meine Schafe hören auf meine Stimme;

ich kenne sie und sie folgen mir.
Halleluja.

Evangelium:

Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.
Aber die Leute sahen sie abfahren und viele andere erfuhren auch davon.
Sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Und er lehrte sie lange.

Evangelium, frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus: A: Lob sei dir, Christus!

 

Auslegung:

Warum waren die Menschen in den Augen Jesu so bedauernswert?, habe ich mich gefragt.

Irgendetwas fehlte ihnen so, dass sie Jesus und den Aposteln in einer fast aufdringlichen Weise folgten. Selbst bei der Flucht über den See liefen sie am Ufer entlang, um wieder zu Jesus zu stoßen.

Ein Gebaren, das wir heute überhaupt nicht mehr kennen! Oder doch? Denken wir nur an die Auftritte einiger Popstars und wie sich die Fans aufführen! Oder denken wir an die gerade zurückliegende Fußball-Europameisterschaft, in denen sich Menschen so verhielten, als ob es nie eine Corona-Pandemie gegeben hätte.

Die Erklärung für dieses Verhalten der Menschen im Evangelium ist allerdings dürftig: Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Jesu Reaktion ist aber weder melken noch scheren, sondern er predigt ihnen. Was war da los?

Aus dem Zusammenhang der Bibel wird deutlich, wie sehr die gläubigen Juden zerrissen waren zwischen den Anforderungen durch die religiösen Gesetze auf der einen Seite und den Pflichten des Alltags auf der anderen. Zudem wurde ihnen stets mit einem strafenden Gott gedroht, der seine Liebe vom Wohlverhalten der Menschen abhängig macht. Auch der Frömmste musste merken, dass er aus eigener Kraft vor diesem Gott nichts erreichen konnte.

Die Predigt Jesu behauptete aber schlicht das Gegenteil: Dass nämlich Gott keine andere Liebe hat als die Liebe des Vaters zum Sohn, die wir den Heiligen Geist nennen. Und dass wir alle, jeder einzelne Mensch, einfach mitgeliebt werden. Aus dieser Liebe, so lautet die Frohe Botschaft, kann nichts und niemand je herausfallen, komme was wolle.

Weil aber auf diese Geborgenheit in Gottes Liebe immer Verlass ist und uns letztlich nichts passieren kann, brauchen wir nicht mehr der Angst um uns zu folgen, die uns immer wieder versagen oder gar böse handeln lässt, sondern können unserem Gewissen folgen und mutig das Richtige tun.

Wer so glaubt, ist gegenüber Gott nicht mehr desorientiert. Er fühlt sich auch nicht mehr so allein wie ein Schaf ohne Hirte. Er muss nur der Predigt Jesu lauschen. Denn er hat Mitleid mit uns.


Amen

 

Antwort der Gemeinde:

Einladung zum Glaubensbekenntnis: GL 3, 4 S.36

In unserem Glauben schließen wir uns dem Ruf und der Führung unseres Herrn Jesus Christus an. Er zeigt uns den Weg zu Gott dem Vater. Deshalb bekennen wir: Ich glaube an Gott ..

 

 

 

Friedensgebet und Friedensgruß:

Jesus verkündet den Frieden für die Fernen und die Nahen. Bei ihm gibt es keine Fremden mehr. Alle stehen ihm nahe. Alle nimmt er herein in den Kreis seiner Freunde.

Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf unseren Glauben; und schenk nach deinem Willen unserer Kirche die Einheit und der Welt deinen Frieden.

Geben wir einander ein Zeichen des Friedens in Jesus Christus.

 

Sonntäglicher Lobpreis:

Eucharistisches Gebet:    GL 6,2 S. 44

Groß bist du, Herr, und über alles Lob erhaben. Und da will ich dich preisen, ich, der winzige Teil deiner Schöpfung. Du selbst regst mich dazu an, denn du hast mich zu dir hin geschaffen, und unruhig ist mein Herz, bis es ruht in dir.

Sag mir in der Fülle deiner Erbarmung, mein Herr und mein Gott, was du mir bist! Sag zu meiner Seele: Dein Heil bin ich!

Sage es so, dass ich es höre! Amen.

 

Hymnus:

Lasst uns preisen, Dank erweisen, GL 722       

                                                        

Fürbitten:

Wir beten zu Jesus Christus, dem guten Hirten unserer Welt:

 

* Für alle Frauen und Männer, die schwer unter der Last des Lebens zu tragen haben: Schenke ihnen Menschen, die ihre Lasten tragen helfen. - Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns

 

* Für die Priester und Bischöfe: Mache sie zu guten Hirten ihrer Gemeinden. - Christus, höre uns

 

* Für die Frauen und Männer in Pflegeberufen: dass sie ihren Dienst an den Seniorinnen und Senioren und Kranken mit Herz und Hingabe versehen. - Christus, höre uns

 

 

9

* Für die Menschen, die mit einer ernsthaften Behinderung leben müssen: dass sie sich den Mut und die Lebensfreude bewahren. - Christus, höre uns

 

* Für uns alle: Mache uns fähig, einander Zeit, Geduld und Trost zu schenken. - Christus, höre uns

 

Vater im Himmel, in Jesus Christus hast du uns den guten Hirten gesandt, der immer für uns da ist. Dafür danken wir dir und preisen dich jetzt und in Ewigkeit. Amen

  

 

Vater unser:

In Gemeinschaft mit allen Christen setzen wir unser Vertrauen auf Gott unseren himmlischen Vater  und beten, wie sein Sohn uns zu beten gelehrt hat: Vater unser …

 

Übertragung: (Desinfektion)

O heilger Leib des Herrn, GL 749, 1 und 2

 

Kommunionspende:

So spricht der Herr:
Ich stehe an der Tür und klopfe. Wenn einer meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich bei ihm eintreten und mit ihm Mahl halten
und er mit mir.

10

Seht das Lamm Gottes; es nimmt hinweg die Sünden der Welt:

A: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund!

Der Leib Christi!

Während der Kommunion Orgelmusik

Danksagung:

Wir sind wieder am Ende des Gottesdienstes angelangt, und wir freuen uns, dass Sie mitgefeiert haben! Dafür ein herzliches Danke schön! - Verbunden mit den besten Wünschen für diesen Sonntag und die nachfolgende Woche! Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund bis zum nächsten Mal!

So wollen wir Gott auch um seinen Segen bitten!

 

Schlussgebet:

Barmherziger Gott,

du hast zu uns gesprochen und uns gestärkt mit deinem Wort und mit dem Brot des Lebens. Wir bitten dich: Lass uns deinen Frieden und deine Botschaft hineintragen in unsere Welt, damit alle Menschen dich als den wahren guten Hirten erkennen.

So bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

 

Bekanntgaben/Intensionen:

Segensbitte/Segen:

 

 

11

Gott gebe uns seinen Segen und seine Gnade,

damit wir in unserer Gemeinde Erfüllung und Frieden finden,

dass wir einander nicht schaden, indem wir Hass und Zwietracht säen, dass

wir vielmehr einander dienen und lieben

und deine Gemeinde auf dieser Erde sind.

Dazu segne und beschütze uns der allmächtige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

 

Als Boten und Zeugen für Christus sind wir hinein gesandt in diese Welt.

So lasset uns gehen in Frieden.

Dank sei Gott dem Herrn!

Im Frieden dein, o Herre mein  GL 216

 

 

Liedplan:

Nun jauchzt dem Herren alle Welt,  GL 144 / 1 und 2     (Eingang)

Lasst uns preisen, Dank erweisen, GL 722  (Hymnus nach sonntägl. Lobpreis)  

O heilger Leib des Herrn, GL 749, 1 und 2  (Übertragung nach Vater unser)

Während der Kommunion Orgelmusik

Im Frieden dein, o Herre mein  GL 216   (Auszug)